Enttäuschung auf der Mettnau
René Greuter
Zwischenzeitlich sah es für die Radolfzeller gar nicht so schlecht aus, doch noch auf den Aufstieg hoffen zu dürfen, am Ende jedoch setzten sich die routinierter agierenden Gäste aus Oberachern durch und haben so nun ihrerseits das Tor zur Verbandsliga weit geöffnet, denn nach ihren 2:1-Sieg in Radolfzell reicht ihnen am Mittwoch im Heimspiel gegen Köndringen ein Unentschieden, um in das südbadische Oberhaus einzuziehen.
Dabei sah es in der Anfangsphase recht gut aus für die Gastgeber, denn während die Gäste noch nach ihrer Zuordnung in der Hintermannschaft suchten und damit beschäftigt waren, die Anfangsnervosität abzulegen, zeigten die Gastgeber das beherztere Spiel und ein energisches Zweikampfverhalten, so dass in der ersten halben Stunde ein klares Übergewicht für den FC Radolfzell zu registrieren war. Dies drückte sich auch in einem klaren Plus an Torchancen aus. Nach 24 Minuten kam FCR-Spielführer Marcel Schmidt an der Strafraumgrenze an den Ball und zog trocken ab – unhaltbar für SVO-Torhüter Ilic ging das Leder in die lange Ecke des Gästetores.
Allerdings schien die verdiente Führung den Radolfzellern nicht gut zu tun, denn schon kurz nach dem 1:0 schien im Spiel der Gastgeber Sand ins Getriebe zu kommen. Die Gäste, immer wieder in Szene gesetzt vom Ballverteiler Tobias Meister, fanden nun besser ins Spiel. Und nur zehn Minuten nach der Radolfzeller Führung wurden die Gastgeber aus ihren Aufstiegsträumen gerissen. Ein gefühlvoller Diagonalball von Altmann auf Simon Schindler, ein platzierter Kopfball und es stand 1:1. Kurz vor der Pause wäre dann fast noch das 1:2 gefallen, doch der Kopfball von Anton Altmann ging nicht ins Tor.
Wer nun ein vehementes Aufbäumen der Radolfzeller erwartet hatte, wurde in der zweiten Hälfte enttäuscht. Die lange Saison, das zweite Aufstiegsspiel innerhalb von vier Tagen und das intensive Spiel in der Anfangsphase forderten ihren Tribut. Und wenn die Radolfzeller in Strafraumnähe zum Schuss kamen, dann blockte die gut stehende SVO-Abwehr meist gut ab.
Die Ausgangslage war nun klar: Während ein 1:1 den Radolfzellern nicht reichen würde, hätten die Gäste gut damit leben können. Pech für Oberachern: Als Vicenzo d'Agostino in aussichtsreicher Position im Strafraum zu Fall gebracht wurde, blieb der Strafstoßpfiff aus.
Dann die kuriose 84. Minute: Die Einwechslung von Stefan Hoppe war vom Stadionsprecher noch nicht verkündet, da drosch der eingewechselte Spieler einen abgeprallten Ball aus über 22 Metern mit seinem ersten Ballkontakt vehement ins Radolfzeller Tor. Nun schien die Moral bei den Radolfzellern endgültig gebrochen. In der Schlussphase waren die Gäste näher am 1:3 als die Gastgeber am Ausgleich – so etwa Meister, der seine starke Leistung in der Schlussminute mit einem gefühlvollen Heber über den FCR-Keeper fast noch mit einem Tor gekrönt hätte.
„Ich bin enttäuscht von den Zuschauerzahlen“, so der Vorsitzende des FC Radolfzell, Bernd Wackershauser, der dennoch die Leistung seiner Elf hervorhob: „In Köndringen wurde die Sache verloren. Mit einer besseren Ausgangslage wäre heute mehr möglich gewesen. Am Anfang war die Motivation noch da, aber nach dem 1:1 war es irgendwie aus. Dennoch waren wir in der Aufstiegsrunde in beiden Spielen ein gleichwertiger Gegner.“
Miguel Castro, der sein letztes Spiel für den FC Radolfzell machte, analysierte: „Man hat schon gemerkt, dass die Gäste hinten clever stehen. Ihren Spielmacher haben wir leider nicht in den Griff gekriegt. Schade, ich hätte gerne noch zum Abschluss den dritten Verbandsligaaufstieg mit dem dritten Verein gefeiert.“
Tore: 1:0 (24.) Schmidt, 1:1 (38.) Schindler, 2:1 (84.) Hoppe. – SR: Traeder (Diersburg). – Z: 750.
FC Radolfzell: Hepting, Berner, Friesen, Castro (50. Reindl), Gashi (70. Fiore), Karaotou (81. Blum), Hermann, Lang, Schmidt, Plavci, Greuter.
FC Radolfzell verliert erstes Relegationsspiel
Der FC Radolfzell hat das erste Relegationsspiel um den Aufstieg in die Fußball-Verbandsliga mit 0:1 beim TV Köndringen verloren. In der zweiten Partie treffen die Radolfzeller nun am Sonntag um 15 Uhr zuhause auf den SV Oberachern.
FußballRelegation zur VerbandsligaTV KöndringenFC Radolfzell1:0 (1:0)Bei windigem Wetter spielte sich Geschehen zu Beginn vorwiegend im Mittelfeld ab, ernsthafte Torchancen blieben anfangs auf beiden Seiten Mangelware. Beide Mannschaften geizten in dieser wichtigen Partie um den Aufstieg in die Fußball-Verbandsliga nicht mit körperlichem Einsatz, ohne jedoch die erlaubten Grenzen über Gebühr zu überschreiten.
Nach der ausgeglichenen Anfangsphase gingen die Gastgeber in der 18. Minute durch Dietmar Fischer in Führung. Eine gute Chance zum Ausgleich bot sich den Radolfzellern in der 30. Minute durch Rene Greuter, doch es blieb beim knappen Vorsprung der Platzherren. Der FC Radolfzell kam nun stärker auf und hatte weitere Möglichkeiten, doch bis zur Pause änderte sich nichts mehr am Spielstand.
Nach dem Wechsel verstärkte der FC Radolfzell aufgrund des Rückstandes die Offensivbemühungen, scheiterte jedoch bei aussichtsreichen Chancen am eigenen Unvermögen oder am Köndringer Schlussmann. Auf der Gegenseite hatte Köndringens Oberkirch die Chance, alles klarzumachen, doch es blieb spannend. Zehn Minuten vor Schluss spielte sich der Radolfzeller Nedzat Plavci bis vor das Köndringer Tor durch, vergab dann aber diese Riesenmöglichkeit zum Ausgleich. So blieb es bei der knappen Niederlage für den Landesliga-Zweiten vom Bodensee, der nun beim nächsten Relegationsspiel am Sonntag, 15 Uhr, zuhause gegen Oberachern dringend einen Sieg braucht, um seine Aufstiegschance zu wahren.
Der Radolfzeller Kapitän Marcel Schmidt war zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft, mit dem Ergebnis natürlich weniger: „Wir haben gut gespielt, aber leider keine Tore gemacht. Jetzt haben wir nichts mehr zu verlieren.“ Bernd Wackershauser, Vorstand des FC Radolfzell, war trotz der Niederlage stolz auf die Leistung seiner Truppe: „Ein Unentschieden wäre verdient gewesen. Jetzt freue ich mich auf die große Kulisse am Sonntag“.
Tor: 1:0 (18.) Fischer. – SR: Scherer (Fischingen). – Z: 1400.
FC Radolfzell: Hepting; Berner, Friesen, Castro (60. Hermann), Gashi (86. Blum), Karaotcu, Palummo (77. Fiore), Lang, Schmidt, Plavci, Greuter.
Daniel Fiore sichert den Sieg gegen Salem
FC Radolfzell - FC Rot-Weiß Salem 2:1
Wollte der FC Radolfzell seinen Relegationsplatz untermauern und weiterhin dem FC Singen im Nacken sitzen, musste er dieses Spiel gegen den Abstiegsbedrohten FC Rot-Weiß Salem unbedingt gewinnen. Bereits in der 9. Minute konnte Marcell Schmidt die erste nennenswerte Chance für den Gastgeber verbuchen, allerdings kam das Zuspiel von René Greuter etwas zu ungenau. Danach agierten beide Mannschaften verhalten. Die Gäste aus Salem bemühten sich, blieben aber spätestens in der gut sortierten Abwehr des FC Radolfzell hängen. In der 20. Minute die zweite dicke Chance für die Blau-Weißen, aber der Kopfball von Greuter, nach Flanke von Plavci, landete beim Torhüter. Die Chancen für den FC Radolfzell häuften sich. Mitten in der Drangphase des FC kamen die Gäste zu ihrer ersten Chance durch Dürhammer. In der 35. Minute tankte sich Johannes Friesen im Salemer Strafraum durch, wurde gefoult und es gab Strafstoß. René Greuter verwandelte sicher zur verdienten 1:0 Führung. Bis zur Pause hatten die Radolfzell noch zahlreiche Chancen, allerdings wurden diese meißt knapp vergeben.
Beide Teams kamen unverändert aus der Pause und es waren wieder die Mettnauer die gleich zu Beginn Chancen durch Schmidt und Palummo hatten. Als allerdings in der 57. Minute Gerold Wächter den Ausgleich für die Gäste erzielte war das Spiel wieder offen. Salem machte danach mehr Druck und der FC Radolfzell schloss seine Angriffe zu umständlich ab. Bis zur 80. Minute passierte nicht sehr viel im Spiel. Als eine Minute später, nach einem langen Ball von Torhüter Fabian Eberle und einer Kopfballverlängerung von Marcell Schmidt, der eingewechselte Daniel Fiore den 2:1 Endstand markierte war das Spiel entschieden. Mit Mühe sicherte sich der FC Radolfzell die drei Punkte gegen eine gut mitspielenden Gästemannschaft, die jedoch im Angriff zu harmlos und unglücklich agierte.
Tore: 1:0 Greuter (35.), 1:1 Wächter (57.), 2:1 Fiore (81.)
Zuschauer:100
FC Radolfzell bleibt auf Relegationskurs
In der ersten Hälfte konnte die SG Tengen-Watterdingen das Spiel gegen den Favoriten FC Radolfzell lange Zeit ausgeglichen gestalten. In der 11. Minute verfehlte ein Schuss von Weckerle knapp das Tor. Nach 22 Minuten hatten die Gäste ihre erste Chance durch einen Kopfball von Greuter, der auf der Torlinie geklärt werden konnte. Drei Minuten später verhinderte Maus im Tor der Gastgeber mit einer Parade zunächst die Führung für die Gäste, die diesen dann aber in der 38. Minute durch Plavci gelang. Eine gute Kombination konnte Schmidt kurz vor der Pause zum 0:2 abschließen.
In der 50. Minute landete ein Kopfball von Enoch an der Unterkante der Torlatte und von dort wohl nicht ganz hinter der Torlinie, so dass es bei der Zwei-Tore-Führung der Gäste blieb. Acht Minuten später erzielte Greuter mit einer tollen Einzelaktion den dritten Treffer für die Gäste. In der 61. Minute vergab Enoch eine erstklassige Kopfballchance und fünf Minuten später fischte FC-Torhüter Jenczok einen Freistoß von Brake aus dem Torwinkel. Einen Konter der Gäste schloss Plavci in der 69. Minute clever zum 0:4 ab. Durch einen Foulelfmeter gelang den Gastgebern nach 78 Minuten der Ehrentreffer. In der Schlussphase vergab Tengen-Watterdingen noch zwei weitere gute Chancen, so dass es bei der deutlichen Niederlage blieb. Trotzdem zeigten die Gastgeber über weite Strecken ein gutes Spiel, die cleveren Gäste nutzten ihre Möglichkeiten aber konsequenter aus und gewannen daher verdient drei Punkte.
Tore: 0:1 (38.) Plavci, 0:2 (43.) Schmidt, 0:3 (58.) Greuter, 0:4 (69.) Plavci, 1:4 (78./FE) Kern. – SR: Demattio. – Z: 280.
Tolles Spiel auf der Mettnau
FC Radolfzell – FC Bad Dürrheim 3:0 (2:0)
Nach dem 2:2 Unentschieden im Nachholspiel gegen den SV Denkingen erwartete Radolfzells Trainer Francisco Dominguez eine klare Leistungssteigerung seiner Mannschaft. Die gelang voll und ganz, denn bereits in der 3. Spielminute machte sich Torjäger Marcell Schmidt auf den Weg allein zum Tor, allerdings scheiterte er an Gästetorhüter Rosenthal. Die Mettnauer machten von Beginn an mächtig Dampf und setzten den Verfolger aus Bad Dürrheim mächtig unter Druck. Das erste Mal jubelte der FC Radolfzell in der 10. Minute. Flügelflitzer René Greute flankte den Ball scharf in den gegnerischen Strafraum, die Abwehr klärte nach vorne und der bereitstehende Johannes Friesen setzte einen Schuß aus 18 Meter in die Maschen. Es ging munter weiter. Die Gäste aus Bad Dürrheim fanden nicht ins Spiel, denn die Platzherren waren eng am Mann und immer einen Schritt schneller. Dann ein perfekter Spielzug. Torhüter Andreas Jenczok brachte mit einem Handabschlag bis in den gegnerischen Strafraum den Ball zu Nedzat Plavci und der schob locker zum 2:0 ein. So ging es auch in die Pause. In der zweiten Spielhälfte machte der FC Bad Dürrheim erwartungsgemäß mehr Druck und hatte etwas mehr Feldvorteile. Allerdings waren die Mettnauer immer mit langen Bällen gefährlich. In der 64. Minute verpasste ein Schuß von Großpietsch das Radolfzeller Tor nur knapp. Trotz der Bad Dürrheimer Druckphase hatte der FC Radolfzell durch Plavci und Schmidt die zwingenderen Chancen. In der 76. Minute dann die Entscheidung. Marcell Schmidt konnte sich über Außen durch durchsetzen und legte den Ball quer auf Nedzat Gashi, der mit seinem 2. Tor seine klasse Leistung an diesem Tag krönen konnte. Aber nicht nur er, auch der Rest der Radolfzeller Mannschaft zeigte eine tolle Partie. Bad Dürrheims Ahmet Keysan hätte kurz vor Schluss das Ergebnis noch etwas verschönern können, allerdings war FC-Torhüter Jenczok zur Stelle. Mit dem überzeugenden Sieg des Radolfzeller-Teams war Trainer Dominguez hoch zufrieden und der zweite Tabellenplatz bleibt den Mettnauer sicher.
Tore: 1:0 Johannes Friesen (10.), 2:0 Nedzat Plavci (30.), 3:0 Nedzat Plavci (76.)
Schiedsrichter: Najib Nasser (Sulzburg)
Zuschauer: 200
Wichtiger Sieg gegen Donaueschingen
DJK Donaueschingen - FC Radolfzell 0:1
Die DJK Donaueschingen hat nach zuletzt einem halben Dutzend Siege in Serie gegen den FC Radolfzell verloren. In dem bis zum Schlusspfiff hart umkämpften Topspiel standen auf beiden Seiten die Abwehrreihen sehr sicher, so dass sich nur wenige Torszenen ergaben und vor allem die Platzherren lediglich bei Standards gefährlich waren. So blieb nach zwölf Minuten ein Leuthner-Freistoß in der Mauer hängen, und nach einer halben Stunde setzte Köhler einen weiteren Freistoß aus spitzem Winkel ganz knapp an der kurzen Ecke vorbei. Auf der Gegenseite musste sich DJK-Keeper Osek bei einer Plavci-Flanke erstmals strecken (36.). Die letzten Minuten vor der Pause gehörten der DJK, die mit Macht auf die Führung drängte. Nach zwei Köhler-Eckbällen hintereinander scheiterte Özay mit seinem 20-Meter-Schuss am reaktionsschnellen Jenczok. Wie aus heiterem Himmel gingen die Gäste in der Nachspielzeit in Front, als sich die gesamte DJK-Abwehr im Tiefschlaf befand und Torjäger Schmidt den Ball unbehindert ins Netz spitzelte.
Bei weiterhin hohem Tempo verstärkte die DJK nach dem Wechsel ihre Angriffsbemühungen, wobei die ballsicheren Radolfzeller bei ihren Kontern immer gefährlich blieben. Die bis dahin klarste DJK-Chance bot sich Leuthner nach einer Stunde, als er nach Konstantinou-Flanke das Leder knapp vorbei köpfte. Wenig später prüfte Konstantinou Jenczok mit einem satten Flachschuss (69.), und nach einer weiteren Konstantinou-Flanke lag der Ball frei vor der Torlinie, ohne dass ein DJK-Angreifer zur Stelle war (75.). Mitten in die Daueroffensive der Gastgeber konterte Radolfzell über Greuter, doch vergaben Schmidt und der eingewechselte Krüger hintereinander Riesenchancen zum 2:0 (85.). Gegen die in den Schlussminuten mit Mann und Maus verteidigenden Gäste hatte Leuthner die letzte Möglichkeit zum Ausgleichstreffer, der nach dem Spielverlauf verdient gewesen wäre. (gew)
Tor: 0:1 (45.) Schmidt. – SR: Laage (Todtnau). – Z: 350.
Deutlicher Auswärtssieg gegen Großschönach
Zweifacher Torschütze
SV Großschönach - FC Radolfzell 0:4
Die erste gefährliche Aktion des Spiels hatten die Hausherren durch einen schnell ausgeführten Freistoß aus 40 Metern, der das Ziel nur knapp verfehlte. Im Gegenzug erzielte Nedcad Plavci durch einen Fallrückzieher das 0:1. In der 21. Minute hatte Patrick Sautter den Ausgleich auf dem Fuß, doch er schob den Ball aus vier Metern am Radolfzeller Tor vorbei. Die Gäste dezimierten sich in der 23. Minute durch eine Undiszipliniertheit von Karaotcu. Großschönach konnte aus der Überzahl aber kein Kapital schlagen. Im Gegenteil: Die Gäste kamen immer besser ins Spiel und konnten in der 38. Minute durch den gut aufgelegten Schmidt auf 2:0 erhöhen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte musste auch Großschönachs Patrick Sautter nach einem Foulspiel vorzeitig zum Duschen.
Im zweiten Abschnitte konnte Großschönach nichts mehr entgegensetzen und Radolfzell erspielte sich immer wieder Großchancen. Das 0:3 erzielte Friesen durch einen direkt verwandelten Freistoß aus 35 Metern. Wiederum Schmidt erzielte in der 72. Minute durch ein tolles Solo den 0:4-Endstand.
Tore: 0:1 (5.) Plavci, 0:2 (37.) Schmidt, 0:3 (53.) Friesen, 0:4 (72.) Schmidt. – SR: Endriß (Harthausen). – Z: 70. – Bes. Vork.: Rot (23.) für Kavaotcu (Radolfzell) und (45.) für P. Sautter (Großschönach).
Effektiveres Team gewinnt das Derby
FC Radolfzell – FC Singen 0:3 (0:0)
Es war nicht das erwartet spannende und heiß umkämpfte Derby, welches die 600 Zuschauer im Mettnau-Stadion sehen wollten. Beide Mannschaften begannen sehr verhalten und die Partie spielte sich weitestgehend im Mittelfeld ab. Bezeichnend für das eher mäßige Spiel der beiden Mannschaften war die Tatsache, dass die erste nennenswerte Chance erst in der 38. Minute stattfand, als der Radolfzeller Marcell Schmidt flankte und sein Strumpartner Nedzad Plavci den Ball aus aussichtsreicher Position dem Singener Torhüter Sciochetti in die Arme spielte. Kurz vor der Pause musste Radolfzells Torhüter Jenczok sein ganzen Können zeigen, als er nach einem Schuß von Rogosic den Ball noch über die Latte lenkte.
Nach der Pause kamen die Hausherren etwas besser ins Spiel. Fünf druckvolle Minuten waren das Ergebnis in denen allerdings vier Eckbälle der Radolfzell nicht den gewünschten Erfolg brachten. Singen zeigte sich von seiner schwachen Seite. Viele unverständliche Fehlpässe und Einfallslosigkeit zeigten die Hohentwieler. Völlig überraschend dann in der 59. Minute die Führung für die Gäste. Genoro wird aus dem Mittelfeld steil geschickt und schiebt überlegt zum 0:1 ein. Keine fünf Minuten später war es wiederum Genoro der den Ball im Radolfzeller Strafraum quer spielt und Winterholder musste nur noch zum 0:2 einschießen. Danach wieder das alte Bild. Singen schien die Führung verwalten zu wollen und Radolfzell erhielt wieder mehr Spielanteile, jedoch die Durchschlagskraft im Spiel der Mettnauer fehlte am heutigen Tag. Als in der 89. Minute Genoro im Radolfzeller Strafraum gefoult wurde, verwandelte Rogosic den fälligen Elfmeter zum 0:3 Endstand. Am Ende gewann nicht die bessere, sondern die effektivere Mannschaft das eher schwache Spitzenspiel. Bezeichnend war außerdem, das in der ganzen Parie keine Gelbe-Karte wegen Foulspiels gezeigt wurde. Nicht dass die Zuschauer gerne rüde Fouls gesehen hätten, aber die Tatsache spiegelt das emotionslose Derby wieder.
Tore: 0:1 Genoro (20.), 0:2 Winterhalder (61.), 0:3 Rogosic (89.)
Zuschauer: 600
Schiedsrichter: Uwe Pfau, Oberachern
Co-Trainer Luigi Tassone zum nächsten Spiel
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich begrüße sie zu unserem Heimspiel gegen den FC Singen. Aus den letzten 3 Spielen wurden nur 3 Punkte eingefahren, wir hatten uns alle etwas mehr ausgerechnet. Überauchen war der Gegner den wir
erwartet haben, sehr aggressiv und sehr Kampfstark, so muss man spielen wenn man wie der SV Überauchen, jedes Spiel als Endspiel sieht. Und somit ging dieses Spiel, auch wenn für uns nicht
nachvollziehbar, zu Recht an den SV Überauchen. Das Spiel beim Hegauer FV lief überhaupt nicht nach unseren Vorstellungen, die ersten 10 Minuten waren ok, aber dann lief gar nix mehr zusammen, es
fehlte einfach an allem was zu einem erfolgreichen Spiel dazu gehört. Aus diesem Spiel gingen 3 Verletzte !!! Spieler hervor, sodass wir in Gottmadingen beim SC Gobi, einiges umstellen mussten, und
auch Zeichen setzen mussten. Dies wurde vollzogen, indem man die Mannschaft auf 4 Positionen veränderte, darunter standen in der Startelf, mit Jan Günzel, und Tobi Krüger 2 A-Jugendspieler von beginn
an auf dem Platz. Man spürte von Beginn weg, dass eine Verunsicherung in der Mannschaft steckt, dieses Gefühl wurde man in der Gesamten 1. Halbzeit nicht los, so ging man zur Pause mit einem 1-1 in
die Kabine. Die 2. Halbzeit, stand im Zeichen des FC Radolfzell, es schien als ging bei Gobi die Kraft nach dem anstrengenden Osterwochenende zu Ende, und somit konnten wir mit einem klaren 4-1 Sieg
die verdiente Oberhand halten. Mit dem FC Singen kommt heute die Top Mannschaft auf die Mettnau, sie haben in der gesamten Saison ein Niederlage auf ihrem Konto, dies waren zwar wir, aber das ist
schon eine Zeitlang her. Es ist heute eine andere Mannschaft auf dem Platz, wir werden versuchen dem Nachbarn ein Bein zu stellen, ob uns dies gelingt, hängt von vielen Faktoren zusammen, da muss
alles passen, wir müssen einen optimalen Tag erwischen. Wir hoffen, liebe Zuschauer, dass sie uns dabei unterstützen, und wir am Ende etwas Zählbares haben.
Mit sportlichem Gruss
Ihr Trainerteam
FC Radolfzell: Charaktertest nicht bestanden
Bericht SÜDKURIER vom 15.04.09
Es schien alles auf ein echtes Gipfeltreffen am kommenden Wochenende zuzulaufen zwischen dem Tabellenzweiten FC Radolfzell und dem wenige Kilometer entfernten Nachbarn, Spitzenreiter FC Singen 04. Und der Spielplan schien im Vorfeld des Topduells ideal für die Gastgeber, denn die Radolfzeller trafen zuletzt auf drei Teams vom Tabellenende. Wer jedoch die Radolfzeller Befindlichkeiten längerfristig verfolgt hatte, der ahnte: Das kann nicht gut gehen!
In den letzten Jahren glänzten die Radolfzeller immer wieder gegen die Topteams, um nahezu postwendend gegen vermeintlich schwache Mannschaften zu enttäuschen. Nicht ohne Grund sprach auch FCR-Trainer Francisco Dominguez im Vorfeld dieser Spiele von einem Charaktertest für seine Elf. Zieht man nun nach einer langen Woche mit drei Spielen auf der Mettnau Bilanz, so muss das Fazit lauten: Test nicht bestanden.
Einer Heimniederlage gegen Schlusslicht Überauchen folgte eine überaus peinliche 0:5-Schlappe gegen den Hegauer FV. „Da fehlt die Abgeklärtheit in meiner Mannschaft, das ist jugendlicher Leichtsinn“, analysiert Dominguez und geht ins Detail: „Wir haben eben keine konstanten Spieler. Das hat man gegen den Hegauer FV deutlich gesehen. Da haben wir die ersten zehn Minuten überlegen gespielt, hatten einen Lattentreffer, bekommen aber im Gegenzug das 0:1. Und dann ist eben keiner da, der das Spiel wieder auf die richtige Bahn bringt.“ Da lagen dann schon zwei Spiele gegen Kellerkinder hinter den Mettnauern mit einer bescheidenen Bilanz von 1:7 Toren und 0 Punkten.
Immerhin gelang dann am Ostermontag eine kleine Wiedergutmachung mit einem 4:1-Sieg beim SC Gottmadingen/Bietingen. Dominguez hatte sein Team auf vier Positionen umbesetzt, zwei A-Jugendspieler standen in der Anfangsformation, routinierte Spieler saßen hingegen auf der Bank. „Das habe ich gemacht, dass die erfahrenen Spieler sehen, dass es auch ohne sie geht. Und man sah auch keinen Unterschied“, sieht Dominguez auch Positives nach dem durchwachsenen Osterwochenende.
Doch wie auch immer, mit sechs Punkten mehr wäre man dem Rivalen enger auf den Leib gerückt und hätte nochmals für Spannung in der Titelfrage sorgen können. Immerhin wurde Rang zwei gegen Bad Dürrheim behauptet. Und dass die Punkte über den Umweg „grüner Tisch“ – zumindest im Bezug auf den Abstand zum Tabellenführer FC Singen – wieder zurückkommen, dafür gibt es im Moment keine Hinweise, auch wenn nach wie vor wilde Gerüchte kursieren.
Landesliga-Staffelleiter Franz-Josef Grüninger hat den Vermerk von Schiedsrichter Michael Kempter auf dem Spielberichtsbogen vom Singener Gastspiel in Engen sehr wohl zur Kenntnis genommen und an den Strafsachen-Bearbeiter weitergereicht, doch er geht davon aus, dass für die drei Spiele, bei denen der Pass von Cyrill Belinga nicht korrekt abgestempelt war, lediglich eine Geldstrafe von je zehn Euro fällig wird.
Jürgen Rössler
Sieg gegen SC GoBi
SC GoBi - FC Radolfzell 1:4
Die Partie verlief lange Zeit ausgeglichen. Zwar hatte Radolfzell etwas mehr Spielanteile, aber Tormöglichkeiten verzeichnete kein Team. Pech für den SC, dass ein Schuss von Greuter von einem SC Abwehrspieler unhaltbar ins Tor abgefälscht wurde (38.). Eine gute Aktion über den linken Flügel legte Fuchs zurück auf Jammeh, der von der Strafraumgrenze platziert ins lange Eck traf (42.). Beide Teams hatten sich weitgehend neutralisiert. Beim SC kamen die Bälle meist lang in die Spitzen, wo eine aufmerksame Abwehr oder Torhüter Jenczok sichere Abnehmer waren. Radolfzell hatte den besseren Spielaufbau, dennoch ging der Pausenstand in Ordnung.
Als Friesen durch die Abwehr spazierte, wäre das 1:2 fällig gewesen, doch sein Mitspieler traf aus kurzer Distanz den Ball nicht (44.). Sorglosigkeit pur beim 1:2, als die Abwehr abschaltete und Castro in den Ball lief und aus kurzer Distanz einschob (49.). In der 61. Minute lief Greuter erneut im Rücken des Verteidigers davon, Nitsch lenkte den Ball an die Latte. Vier Minuten später unterlief ein SC Abwehrspieler den Abschlag von Jenczok, Greuter profitierte erneut von der freien Bahn und erhöhte auf 3:1. Damit war die Partie gelaufen, vom SC kam trotz der Einwechslung von drei Offensivspielern nichts mehr. Der Gast nutzte die Freiräume in der Abwehr und Schmidt verwertete einen Rückpass zum 1:4.
Tore: 0:1 (38.) Greuter, 1:1 (42.) Jammeh, 1:2 (49.) Castro, 1:3 (65.) Greuter, 1:4 (86.) Schmidt. – SR: Rommel (Stockach). – Z: 390.
Schlecht gespielt, verdient verloren
FC 03 Radolfzell – SV Überauchen 1:2
In einem, aus Radolfzeller Sicht, wirklich schlechtem Spiel setzen die Mettnauer zumindest eine Serie fort und zwar diese, dass sie gegen den SV Überauchen einfach nicht gewinnen können. Auf dem Papier war vor der Partie eigentlich alles klar, der Tabellenzweite tritt gegen das Schlusslicht an und sollte somit drei Punkte sicher haben. Doch die Gäste aus Überauchen spielten von Beginn an gut mit. In der 16. Minute erzielte Radolfzell das 1:0 durch einen verwandelten Foulelfmeter von Renè Greuter. Der SV Überauchen ließ nicht nach und nach einem schönen Spielzug tauchte Maurice Grünwald frei vor Torhüter Andreas Jenczok auf und verwandelte zum 1:1 Ausgleich. Keine zwei Minuten später hielt Jan Hirsch einfach mal drauf und überwand den Radolfzeller Torhüter aus 30 Metern mit einem sogenannten Sonntagsschuß. Den Gästen war`s egal, sie führten und der FC Radolfzell verstand es einfach nicht den Gegner unter Druck zu setzen. Hinzu kam noch, dass die FC –Abwehr nicht gerade ihren besten Tag erwischt hatte und im Mittelfeld zu viele Fehlpässe gespielt wurden. Bis zur Pause passierte außer, einer Chance durch Grünwald auf Seiten der Gäste und einer Chance durch Palummo auf Seiten des FC, nicht mehr viel. In der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer eine eher langweiliges Spiel. Die Mettnauer boten an diesem Tag eine schwache Leistung, die Gäste aus Überauchen spielten nicht schlecht und unterstrichen wiederum, dass sie zu unrecht das Schlusslicht der Liga bilden. Einzig Chance aus Sicht der Radolfzeller war noch ein Freistoß durch Marcell Schmidt, der jedoch das Tor knapp verfehlte. Am Ende konnten sich die Gäste verdient über einen Auswärtssieg freuen und der FC Radolfzell wurde wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Tore: 1:0 Greuter (16.), 1:1 Grünwald (27.), 1:2 Hirsch (28.)
Zuschauer: 150
Schiedsrichter Oliver Sester, Friesenheim
Radolfzeller Reifeprüfung
Bericht SÜDKURIER, 03. April 2009
Endlich ein Spiel mit klarer Rollenzuordnung. Das Schlusslicht beim Tabellenzweiten. Drei Spiele, neun Punkte, acht Tore bei nur einem Gegentreffer – die bisherige Jahresbilanz beim FC Radolfzell spricht eine deutliche Sprache und es drängt sich der Eindruck auf, als ginge es in diesem Spiel lediglich um die Höhe des Radolfzeller Sieges. Doch gerade das ist die Konstellation, die den Mettnauern gar nicht bekommt. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Radolfzeller als klarer Favorit in ein Heimspiel gehen und beim Abpfiff mit leeren Händen dastehen. „In dieser Liga ist kein Spiel ein Selbstläufer“, warnt auch Radolfzells Trainer Francisco Dominguez, denn er weiß: „Vor so einem Spiel muss man wesentlich mehr mit der Mannschaft reden als vor Spielen wie gegen Singen oder Bad Dürrheim.“
Ferner haben die letzten Auftritte des SV Überauchen dafür gesorgt, dass man auf Radolfzeller Seite vorsichtig ist. Einem Sieg über den Hegauer FV folgte ein überraschendes 1:1 beim FC Singen. „Das ist ein spielstarkes Team“, hat Dominguez seine Schlüsse aus den Gegnerbeobachtungen gezogen. Am Ende der Winterpause wollte der Radolfzeller noch nicht viel von der Zielsetzung „Platz zwei“ wissen, doch in der aktuellen Lage wird es Zeit, selbstbewusstere Vorgaben auszugeben. Dominguez möchte dazu aber noch etwas warten: „Jetzt haben wir die drei Letzten der Tabellen hintereinander. Da werden wir sehen, wie wir uns präsentieren, ob wir da überheblich werden oder die Sache ernst angehen.“ Also die Zeit der Reifeprüfung. Und sollte diese souverän bestanden werden, dann stünde am 18. April ein echter Knaller auf dem Programm, denn dann muss der Tabellenführer FC Singen 04 beim einzigen Gegner, der ihn in dieser Saison bezwungen hat, antreten.
FC Radolfzell gewinnt im Schwarzwald
DJK Villingen - FC Radolfzell 0:3
Radolfzell nutzte bereits seine erste Chance in der 3. Minute zur Führung. Nach einem Fehlpass der Gastgeber gewann Schmidt das Laufduell gegen zwei Villinger und schoss flach und unhaltbar in die untere Torecke ein. Danach verpasste die DJK zweimal den Ausgleich. Tolga Selcuk konnte von der Mittellinie gegen Torhüter Jenczok zulaufen, doch der parierte den Flachschuss (8.). Kurz darauf stand Selcuk nach einem Querpass von Stefan Heine frei vor Jenczok, der aber den Winkel gekonnt verkürzte (10.). Villingen hielt die Partie recht offen und besaß in der 35. Minute eine gute Freistoßchance durch Tobias Kratt, doch erneut war Jenczok zur Stelle. Kurz vor der Pause, nachdem Villingen nach einer Flanke fast ein Eigentor unterlaufen wäre, nutzte Palumno einen genauen Querpass von Schmidt zum 0:2.
Der Gast kam mit viel Schwung aus der Kabine und konnte nach einem weiten Abschlag von Jenczok durch Schmidt, der schneller als Torhüter Thomas Andre reagierte, zum 0:3 vollenden (60.). Danach besaß der Gast noch weitere Chancen, doch einmal hielt Andre bei einem Kopfball von Schmidt glänzend (65.), dann klärte Ilir Loki auf der Torlinie (80.).
Tore: 0:1 Schmidt (3.), 0:2 Palumno (45.), 0:3 Schmidt (60.). – SR: Gerspacher (Kandern). – Z: 70
Klarer Sieg gegen den SV Worblingen
Zweifacher Torschütze
FC Radolfzell - SV Worblingen 3:0
Der Gast aus Worblingen kam mit zwei Rückrundensiegen im Rücken nach Radolfzell und wollte auch in diesem Spiel Zählbares mit nach Hause nehmen. Doch der FC Radolfzell war eine Nummer zu groß und somit blieben die Punkte hochverdient auf der Mettnau. Von Beginn an machte der FC deutlich wer Herr im Hause ist, nahm das Spiel an sich und bestach durch spielerische Überlegenheit. Der Gast aus Worblingen war eigentlich vom Anpfiff an unterlegen. Angetrieben von den beiden starken Mittelfeldspielern Dominik Palummo und David Herrmann bedrängten die Radolfzeller das Worblinger Tor ein ums andere Mal. Nach einer Flanke von René Greuter erzielte David Herrmann in der 23. Minute per Kopf das 1:0. Kaum später das 2:0 durch einen Schuß durch René Greuter.
Nach der Pause das gleiche Spiel. Der FC Radolfzell hatte Chance um Chance, lediglich das 3:0 ließ auf sich warten. Der SV Worblingen konnte nichts Zwingendes vorweisen und FC-Torhüter Andreas Jenczok erlebte einen relativ ruhigen Nachmittag, was auch am starken Radolfzeller Abwehrchef Dennis Lang und seinen Männern lag. In der 83. Minute machte René Greuter alles klar und erzielte sein zweites Tor in diesem Spiel. Danach dezimierte sich der SV Worblingen selbst als Uwe Joham nach einem Frustfoul die Gelb-Rote Karte sah. Das Spiel war eigentlich schon zur Halbzeit entschieden und die Gäste konnten froh sein, dass es am Ende „nur“ 3:0 ausging.
Tore: 1:0 David Herrmann (23.), 2:0 und 3:0 René Greuter (26.,83)
Zuschauer: 300
Erwartet schweres Spiel gegen den TuS Bonndorf
TuS Bonndorf - FC Radolfzell 1:2
Der TuS Bonndorf erwischte wieder einen guten Start, denn schon nach fünf Minuten hieß es 1:0 für den TuS. Ein Freistoß im Mittelfeld von Nils Boll wurde auf Kai Schlageter verlängert, der den Ball quer passte, wo Benjamin Schönle abschloss. Die sehr spielstarken Gäste reagierten sofort und hatten schon kurze Zeit später durch Schmidt den Ausgleich auf dem Fuß, aber der Ball ging knapp am Tor vorbei. In der 10. Minute war es aber soweit, der TuS Bonndorf bekam den Ball nicht aus dem Strafraum, und Nedzat Plavci ließ mit einem platzierten Flachschuss Torwart Ebner keine Chance. Mit dem 1:1 kamen die Gäste immer besser ins Spiel, denn der TuS wirkte verunsichert und leistete sich einige Abspielfehler. So auch in der 14. Spielminute, als Plavci ein Missverständnis in der TuS-Abwehr nutzen konnte und Marcel Schmidt seinen Querpass zum 2:1-Führungstreffer für Radolfzell nutzte. Fortan waren die Gäste sehr spielstark und brachten die TuS-Abwehr einige Male in Verlegenheit. Die Gastgeber hatten in dieser Phase Glück und kamen erst wieder gegen Ende der ersten Halbzeit gefährlich vor das Tor. Es blieb jedoch bis zur Pause beim 1:2.
Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte musste TuS-Torwart Ebner einen Fernschuss von Greuter über das Tor lenken. Die Gäste hatten in dieser Anfangphase zahlreiche Eckbälle und suchten die Entscheidung. Immer wieder konnte sich der quirlige Plavci gut in Szene setzen jedoch hielt der TuS-Abwehr gut dagegen und erspielte sich eine Feldüberlegenheit. Der Tus lockerte in der Schlussphase die Abwehr und ein guter Pass vom eingewechselten Schaller verpasste Bündert nur knapp. In der 70. Spielminute hätten die Gäste durch einen Konter alles klar machen können, jedoch scheiterte Plavci an Torwart Ebner. Der TuS Bonndorf brachte nun mit Lars Boll einen weiteren Angreifer und erspielte sich nun auch einige Chancen. In dieser Phase ließen sich die Gäste arg zurückfallen und suchten ihr Heil im Konterspiel. In der 80. Spielminute bekam Lars Boll die größte Chance zum Ausgleich, als er alleine auf den herausgeeilten Radolfzeller Torwart Andreas Jenczok zulief, dieser aber mit einem Reflex abwehren konnte. Zu diesem Zeitpunkt wäre der Ausgleich einmal unverdient gewesen, denn Radolfzell tat nur noch das Notwendigste. Die Gäste stellten sich dabei jedoch sehr geschickt an. Radolfzell hatten in den Schlussminuten gegen die aufgerückte TuS-Abwehr noch eine große Torchance, doch es blieb beim 2:1-Sieg der Mettnauer.
Tore: 1:0 (5.) Schönle, 1:1 (10.) Plavci, 1:2 (14.) Schmidt. – SR: Poschenrieder (Gengenbach).
Mettnauer Bescheidenheit in Fußball-Landesliga
Bericht SÜDKURIER, 04. März 2009
Der FC Singen 04 steht souverän an der Spitze der Landesliga, die am Wochenende wieder startet, dahinter taucht nach dem Punktabzug für den FV Donaueschingen schon der FC Radolfzell auf – noch vor einem der heißesten Titelanwärter, dem FC Bad Dürrheim, der vier Punkte, aber auch ein Spiel weniger auf dem Konto hat. Eigentlich wollten die Radolfzeller eher mittelfristig einen Aufstieg in Angriff nehmen, denn die überaus erfolgreiche Jugendarbeit auf der Mettnau verspricht in den nächsten Jahren reichlich Früchte abzuwerfen. Doch nun hat man den zweiten Rang inne. Und das weckt natürlich Hoffnungen zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde.
Doch davon will FCR-Trainer Francisco Dominguez nichts wissen. „Nur, weil einer Mannschaft Punkte abgezogen wurden, sind wir noch kein Spitzenteam. Wir befinden uns in einer Entwicklungsphase, in der wir junge Spieler heranführen wollen. Vom Potenzial her gehören wir vielleicht unter die ersten Fünf.“ Allerdings: Wer auswärts bei den Topteams FC Singen 04 und FC Bad Dürrheim gewonnen hat, dabei dem Tabellenführer die bisher einzige Saisonniederlage zugefügt hat, der muss wohl selbst zur Spitze gezählt werden. „Ja, das ist das Positive. Man darf aber auch nicht übersehen, dass wir gegen den Tabellenletzten verloren haben und auf eigenem Platz eine ganze Reihe von Punkten abgegeben haben“, relativiert Dominguez.
„Das sieht alles schön aus“, so Dominguez zur aktuellen Tabellensituation. Doch in der Rückrunde sieht er seine Elf gefordert: „Nach oben kommen war eher leicht, da oben bleiben wird aber ganz schön schwer!“ Zwar fehlten in der Vorbereitung zeitweise acht verletzte Spieler, dennoch konnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Wann aber das erste Landesligaspiel mit Radolfzeller Beteiligung angepfiffen wird, das scheint noch offen. Am kommenden Sonntag stünde das Spiel beim SV Denkingen (15 Uhr) auf dem Programm, doch der Trainer des SV Denkingen, Eugen Rothmund, signalisiert bereits: „Bei uns ist noch alles weiß, das sieht nicht gut aus!“ Danach müsste der FC Radolfzell in Bonndorf antreten und auch dort heißt es im Moment noch: „Ski und Rodel gut, an Fußball kaum zu denken!“
Dennoch planen alle Landesligatrainer ihre Vorbereitung mit Blick auf das kommende Wochenende. Während die Radolfzeller dank Kunstrasenplatz noch relativ gute Trainingsbedingungen hatten, konnte Rothmund die Bälle meist im Geräteraum lassen. Zwangläufig wurde eher die Kondition als Technik und Taktik trainiert. „Wir wissen im Moment nicht, wo wir stehen, denn wir hatten keine Möglichkeit, auf dem Platz zu trainieren“, so Rothmund zur Lage seines Teams. Und wenn auch die Vorbereitung nicht optimal verlief, so hofft Rothmund doch, dass sich im Vergleich zur Vorrunde etwas ändert: „Wir haben auf eigenem Platz in der Vorrunde kein Spiel gewonnen. Früher waren Heimspiele unsere Stärke, dahin müssen wir wieder zurückfinden.“
Auf sportlichem Wege verbuchten die Denkinger bei Heimspielen nur drei Pünktchen, drei weitere kamen am grünen Tisch dazu. Dass die Denkinger dennoch im einstelligen Tabellenbereich überwintern konnten, lag an dem einen oder anderen Erfolg auswärts. So hievte sich der SVD noch mit vier Punkten aus den Spielen in Tengen/Watterdingen und in Großschönach unmittelbar vor der Winterpause auf Platz acht.
FC Radolfzell gewinnt Bad Dürrheimer Hallenfußballturnier
Der Landesligist FC Radolfzell ging beim „Sport Vision Nike Cup“ in Bad Dürrheim als überraschender Sieger hervor. Die spieltechnisch versierten Gäste vom See zeigten im Finale beim Neunmeterschießen starke Nerven und bezwangen Vorjahressieger BSV 07 Schwenningen im Neunmeterschießen mit 6:5. Ihre blendende Form legten die die von Francisco Dominguez gecoachten Radolfzeller schon im Viertelfinale unter Beweis, als sie den gleichklassigen FV Donaueschingen mit 6:2 vom Parkett fegten. Im Halbfinale vermasselten sie dem gastgebenden FC Bad Dürrheim bei ihrem 4:3-Sieg den Einzug ins Endspiel. Dagegen spielte die hochgehandelte, etwas müde wirkende Verbandsligacrew des SC Pfullendorf nur eine untergeordnete Rolle. Schleppend kam sie in die Gänge, obgleich sie durch drei Siege (4:2 gegen FC Bad Dürrheim, 6:3 gegen TSV Lalo/Laubheim, 4:0 gegen SG Tengen-Watterdingen) sowie einem 1:1 gegen den SV Überauchen und einem 2:4 gegen den FC Radolfzell als Gruppenzweiter ins Viertelfinale gelangte. Dort jedoch gingen die Jungs von Trainer Adnan Sijaric mit 2:5 gegen den FV 08 Rottweil sang- und klanglos unter.
